Alina Zelenyi // „Once Upon a Time“ by Yingmei Duan & David Hancock

by admin on Juni 30, 2011

Die Performance  „Once Upon a Time“ von Yingmei Duan und David Hancock beginnt am Samstag, dem 11.06.2011, gegen 15:15 Uhr im ersten Stockwerk der BS Visite.

Gleich zu Beginn befinden sich auf der freien Fläche ein aus Papier erbautes, weißes Haus und ein aus (wie es schien) Pappmaschee errichteter Baum, beide ca. kniehoch. Im Verlauf der Performance kommen ein Bett, ein Sessel, ein Blumenbeet, eine Picknickdecke und eine Küchenzeile aus Papier hinzu.

Die Performance beginnt damit, dass David Hancock, vollkommen in weiß gekleidet, mit einem Marionetten-Mann, der ihm bis über die Knie ragt, die freie Fläche betritt. Sehr langsam lässt er die Marionette Schritt für Schritt in Richtung des Hauses gehen, sie die Tür öffnen, hineinschauen, wieder umhergehen und dann mit leichten Kreiselbewegungen der kleinen Hände die Fenster und die Regenrinne „putzen“.

Währenddessen lässt Yingmei Duan ihre Frauen-Marionette, welche auf dem Bett liegt, langsam erwachen. Eine Weile lassen die beiden Puppenspieler ihre Puppen langsam umhergehen bis sie sich dann endlich erblicken.

Einige Zeit später findet der Marionetten-Mann die Marionetten-Frau schlafend auf der Picknickdecke. Untermalt von dem leisen Gesang von Yingmei Duan streicht er ihr durch das Haar und sie wacht auf.

Gemäß dem Titel beginnt nun das Märchen von der großen Liebe, mit etwas seltsamen, bzw. veralteten, Rollenverteilungen.

Während der Mann sich um den Garten kümmert, ist die Frau in der Küche beschäftigt. Ihr „gekochtes“ Essen, bestehend aus Karamellbonbons in einer kleinen Schüssel, verteilt sie an die Zuschauer.

Doch dann kippt die Geschichte, die Frau wird krank (so meine Deutung) und liegt im Bett, während der Mann neben ihr auf dem Sessel verharrt.

An dieser Stelle tragen Yingmei und David mehrere Stapel Bücher heraus und platzieren sie neben dem Bett und dem Sessel.

Während Yingmei langsam von dem Jahr 1963 bis 2011 herauf zählt, reißt David mit jedem Jahr Seiten aus einem der Bücher und lässt sie auf den Boden fallen.

Bei 2011 angekommen, nimmt der Marionetten-Mann einen der Zettel und legt ihn auf das Gesicht der Frau.

Zwar ist sie nun tot, doch kurz darauf ersteht sie wieder als Geist auf und während David die Kulisse wieder abbaut, schwebt der „Geist“ der Frau umher, untermalt von Yingmeis erneutem Gesang.

Auch der Puppenmann kehrt zurück zu seinem Haus und „putzt“ noch einmal die Fenster, ehe David sich samt Puppe hinter das Papierhaus setzt und ein kleines Taschenradio anmacht, was er während der Performance des Öfteren getan hatte.

Zum Ende der Performance bleiben nur noch die beiden Künstler übrig, die sich mit einem zufriedenen Lächeln von den Zuschauern verabschieden.

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